Burn Out – Der verschleierte Weg zur Erschöpfung

Selbstdiagnose und Lösungsvorschläge

 

Microsoft Word - BurnOut Rad

 

Erklärung zu den einzelnen Burn-Out Stufen auf dem Weg in die Erschöpfung

Stadium 1:
Insbesondere hoch motivierte und leistungsorientierte Menschen geraten oftmals
unbewusst in die erste Speiche des „Rades“.
Dem Tatendrang sind keine Grenzen gesetzt, Wissen wird angehäuft, die neuesten
Kommunikationsmittel werden genützt, der Austausch mit der Umwelt erfolgt
mehrdimensional und ungebremst. Termine überschlagen sich, werden aber
pflichtbewusst eingehalten. Die soziale Umwelt bewundert den Leistungseinsatz,
man befindet sich auf der „Straße der Sieger“.
Stadium 2:
Rückschläge sind undenkbar, alle Resourcen werden weiterhin zur Mehrung von
Wissen, Macht, Einfluss, Geld, sozialer Anerkennung, personenzentrierter
Attraktivität, etc. eingesetzt.
Handlungen und Entscheidungen werden nicht mehr delegiert, die soziale Umwelt
wird als zu langsam und träge empfunden. Bekräftigung des eigenen Tuns nur mehr
durch Gleichgesinnte mit ähnlichen Leistungsvorstellungen, Selbst- und
Fremdansprüchen sowie Werten.

Stadium 3:
Muße und Erholung werden als Zeitverschwendung angesehen.
Die Wissensmehrung läuft zielgerichtet und hochspezialisiert. Die Umwelt hat sich an
das Tempo gewöhnt und lässt fordernd keine Verschnaufpausen zu. Noch lässt sich
alles organisieren, Kaffee- und Nikotinkonsum als Putschmittel mehren sich, die
Vorzeichen von Schlafstörungen werden zu wenig beachtet. Noch fühlt man sich
wohl und den anderen überlegen, oftmalige Erfolge verstärken diese
Selbsteinschätzung. Für persönliche Interessen und Entspannungsmöglichkeiten,
wie Sport, Musik, Kultur und Reisetätigkeit fehlt bereits die Zeit.

Stadium 4:
Die ersten Fehlleistungen wie Unpünktlichkeit und Verwechslung treten auf. Erste
Empfindungen von Überforderung und Hektik werden spürbar. Konflikte werden als
solche nicht erkannt und daher nicht entschärft. Gereiztes Unfreundlichsein, selbst
gegenüber wohlmeinender Umgebung ist die Folge.

Stadium 5:
Was vormals wichtig und erstrebenswert war, wird schubladisiert. Prioritäten
verschieben sich zugunsten neuer Schwerpunkte, Lebensereignisse werden nicht
mehr hinterfragt oder gedeutet. Beziehungen laufen weiter oder eben nicht mehr. Die
Emotionalität stumpft ab, um noch funktiondfähig zu bleiben. Putsch und Schlafmittel
als künstliche Steuerung von Wach- und Schlafrhythmus werden eingesetzt.

Stadium 6:
Ungeduld, Intoleranz, Zynismus oder aggressive Abwertung – die Umwelt verliert alle
Lieblichkeit, wird als fordernd, bedrohlich, bestrafend empfunden. Man funktioniert
dank Routine, Erfahrung und Einfluss; aber bereits viel schlechter, als man könnte.
Körperlich – somatische Beschwerden treten auf, die Unzufriedenheit nimmt zu,
Rastlosigkeit greift um sich.

Stadium 7:
Einengung und Automatisierung der menschlichen Existenz, Ersatzbefriedigungen
kurzer Dauer treten in den normalen Alltag, man verlässt das soziale Netz, das zwar
noch bemüht, aber bereits verstört ist. Der Rückzug wird angetreten.

Stadium 8:
Erste Verhaltensveränderungen werden auch von der Umwelt wahrgenommen.
Hinweise werden missachtet, paranoide Reaktionen sind möglich.

Stadium 9:
Identitätsstörungen und Wahrnehmungsveränderungen werden angstbesetzt
registriert. Die Normalität entlässt sich aus der Kontrolle.

Stadium 10:
Innere Leere als Vorbote der Depression. Es häufen sich Panikattacken und
phobische Zustände. Ersatzbefriedigungen werden, falls noch möglich, exzessive
wahrgenommen.

Stadium 11:
Depression: lt. Diagnosehandbuch ICD-10:
· depressive Verstimmung über die meiste Zeit des Tages, und dies fast jeden
Tag
· Interessen- und Freudverlust an Aktivitäten, die die normalerweise angenehm
waren
· verminderter Antrieb oder gesteigerte Ermüdbarkeit
ebenso müssen gleichzeitig mindestens zwei bis vier der folgenden Zusatzsymptome
vorliegen:
· Verlust des Selbstvertrauens oder des Selbstwertgefühls
· unbegründete Selbstvorwürfe oder ausgeprägte, unangfemessene
Schuldgefühle
· wiederkehrende Gedanken an den Tod oder Suizid
· Klagen über Nachweis eines verminderten Konzentrationsvermögens,
Unschlüssigkeit oder Unentschlossenheit
· Schlafstörungen jeder Art
· Appetitverlust oder gesteigerter Appetit mit entsprechenden
Gwichtsveränderungen

biologisch-chemisch gesehen erklärt sich die Depression heute als Destabilisierung
im Neurotransmittersystem, nämlich einen Mangel an Serotonin und Noradrenalin,
wichtige Botenstoffe im Gehirn.
Stadium 12:
Tiefe Depression und akute Selbstmordgefährdung !
Eine psychiatrische Krisenintervention ist indiziert und oftmals nur mehr
stationär möglich. Es gilt ein Leben zu bewahren, ehe eine Rückführung aus der
Burn Out- Spirale beginnen kann.

 

 

15 Regeln gegen Stress und Burn Out

  1. Konzentriere dich zu 100 Prozent auf das, was im Moment wichtig ist und das du gerade tust. Versuche, möglichst wenige unterschiedliche Aufgaben gleichzeitig zu erledigen. Wenn wir lesen, dann lesen wir. Wenn wir essen, dann essen wir. Wenn wir telefonieren, dann telefonieren wir.

 

  1. Schotte dich regelmäßig von deiner Umwelt ab. Auch Freunde, Arbeitskollegen und Familie können Stress auslösen und zum Stressfaktor werden. Gönne dir jeden Tag geplante Ruhepausen ohne E-Mail und Handy.

 

  1. Akzeptiere, dass es keinen dauerhaften Erfolg gibt. Es gibt Höhen und Tiefen und wer damit umgehen kann, erlebt langfristig weniger Stress.

 

  1. Schreibe eine Prioritätenliste, die mit den wichtigsten Punkten beginnt. Bearbeite diese Liste von oben nach unten. Du wirst mit der Zeit bemerken, dass sich die unwichtigen Dinge oft von selbst erledigen.

 

  1. Delegiere! Lerne Aufgaben und Verantwortung an andere qualifizierte Personen abzugeben. Auch wenn du glaubst, dass du alles besser kannst: Gib anderen die Chance, Fehler zu machen, daraus zu lernen und sich zu beweisen. Und lerne vor allem auch in der richtigen Art und Weise Nein zu sagen.

 

  1. Gönne dir deinen freien Tag. Egal, wie aufregend und stressig dein Leben auch ist, egal, wie voll dein Terminkalender ist, lerne zu entschleunigen. Gönne dir einen Tag pro Woche als Auszeit und mach, was dir Spaß macht und dir viel Kraft und Energie gibt. Je mehr Arbeit du hast, desto wichtiger ist es, trotzdem deinen freien Tag zu planen und in deine körperliche und geistige Gesundheit zu investieren.

 

  1. Trainiere dich, in jedem Problem auch einen positiven Grund zu suchen. Wir neigen dazu, immer bevorzugt das Negative zu sehen. Ein Wechsel der Sichtweise kann hier wahre Wunder vollbringen und uns auch die positiven Seiten von Herausforderungen zeigen.

 

  1. Nimm dich selbst und auch andere nicht immer ernst. Lerne über dich zu lachen und auch die Fehler anderer zu akzeptieren und als Teil der Persönlichkeit zu sehen. Innere Ruhe und Gelassenheit entstehen viel schneller, wenn wir lernen, Momente auch mit Humor zu betrachten.

 

  1. Schlaf ist das Lebenselixier. Denn je weniger und unregelmäßiger du schläfst, desto höher ist die Chance, dass dich Stresssituationen überlasten und du schneller überfordert und aggressiver auf Stressoren reagierst.

 

  1. Glaube nicht alles, was du siehst und hörst! Viele von uns nehmen jede Botschaft sofort ernst und reagieren darauf. Wie beim Spiel „Stille Post“ ist der Wahrheitsgehalt einer Nachricht, die über mehrere Stationen übermittelt wurde, zumeist weit unter 80 Prozent. Auch unsere Nachrichtenmedien sind fast immer manipuliert.

 

  1. Reagiere auf Stress, Wut und Ärger nicht sofort. Gib dir mindestens fünf bis zehn Minuten Zeit für deine Reaktion, um einen neutralen Blick auf die Dinge zu bekommen.

 

  1. Höre regelmäßig Musik, die dir guttut und dich beruhigt. Eine Studie mit Patienten, die an Atemnot leiden, hat ergeben, dass das alleinige Hören eines beruhigenden Liedes zu einer gleichmäßigen Atmung verhilft, die Herzfrequenz reduziert und zusätzlich Angstgefühle verhindert.

 

  1. Genieße die „drei L“: Leben – lachen – lustig sein. Sieh dir ruhig auch ab und zu einen lustigen Film an oder genieße das Leben und lache so viel wie nur möglich. Lachen ist gesund, wirkt befreiend und ist ein echter Stress – Killer.

 

  1. Sport kann deine Immunität gegen Stress stärken. Wenn wir Sport betreiben, werden unter anderem die körpereigenen Glücksdrogen, die Endorphine, ausgeschüttet, die das Wohlbefinden steigern und für Entspannung sorgen. Dann verfügen wir über mehr Ressourcen für die Stressbewältigung.

 

  1. Liebe deinen Körper mehr wie dein Auto! Würdest du deinem Auto das schlechteste Öl zuführen? Pflege nicht nur deine Prestigeobjekte – du selbst bist dein Größtes! Gesunde Ernährung bedeutet auch viel biologisches Obst und Gemüse, Nüsse als Gehirnnahrung, wenig rotes Fleisch und zwei Liter gereinigtes und energetisiertes Wasser am Tag. Meide Alkohol, Nikotin und andere Suchtgifte.

 

Folgende Tipps dazu:

Wähle aus der Liste die Regeln aus, die du dir am besten zur Umsetzung vorstellen kannst und schreibe eine Liste, die du immer griffbereit hast. Wenn in dir heute und in den nächsten Tagen ein negatives Stressgefühl entsteht, dann nimm die Liste und setze die Regeln um. Um ein Gefühl für deine Persönliche Auszeit zu bekommen, stoppe heute, wann immer du möchtest, deine Arbeit und stell dir einen Wecker auf ca. 15-20 Minuten danach. Deine Aufgabe ist es, in diesem Zeitraum einfach gar nichts zu tun. Lass die Zeit einfach vergehen und lehre dich so selbst eine kurze Pause zu machen. Am Anfang wird es dir nicht leicht fallen, in diesen Minuten auf deine innere Stoptaste zu drücken. So wie du sicherlich in anderen Situationen ehrgeizig bist, versuche auch hier, es als Spaß und Spiel zu sehen und mit jedem Training deine innere Ruhe zu vergrößern.

 

 

Eine stressfreie Zukunft gehört dem Altruisten:

Menschlichkeit im Umgang mit anderen kann uns ein gesundes, stressfreieres Leben bescheren und das eigene Wohlbefinden erhöhen. Dass ein glückliches, stressfreies Leben das Wohl anderer im Blick hat, vermutete bereits der Philosoph Aristoteles schon vor mehr als 2500 Jahren. Aber der griechische Denker konnte seine Spekulation nicht beweisen. Darum auch setzte sich die Vorstellung durch, dass moralisches Handeln nur um den Preis des Verzichts zu bekommen sei. Heute geben empirische Untersuchungen Aristoteles recht: Menschen, die sich für andere einsetzen, sind in der Regel zufriedener, oft erfolgreicher, leben stressfreier und sind sogar gesünder als Zeitgenossen, die nur an ihr eigenes Wohl denken. „Eines weiß ich“, bekannte Albert Schweitzer einmal, „wirklich glücklich werden nur die, die entdeckt haben, wie sie für andere da sein können.“ Diese Erkenntnis befreit uns nicht nur von viel Stress sondern macht auch wirklich frei für sinnvolle Dinge.

Ich persönlich glaube auch, dass wir unsere Intelligenz der Bereitschaft zu geben, verdanken. Natürlich muss man dafür auch hart arbeiten – an sich selbst und da vor allem am eigenen Egoismus.

Wer aber zum Wohl anderer beiträgt wird über kurz oder lang erkennen, dass hier der Schlüssel zum Erfolg liegt. Wer freiwillig etwas für andere tut, verschafft sich gute Gefühle – nicht nur für den Moment, sondern auf Dauer. Hirnforscher bestätigten nun, dass Einsatz für andere langfristig messbar die Lebenszufriedenheit steigert. Selbstlose Menschen sind generell gesünder, leiden  weniger unter Depressionen und sie leben sogar länger. Genau deshalb empfinden wir Glück, wenn wir für andere sorgen. In unserer vernetzten Welt sind Menschen stärker aufeinander angewiesen als je zuvor. Wer heutzutage gut durchs Leben kommen will, muss seine natürliche Fähigkeit zu geben richtig nutzen. Die Bedürfnisse anderer an die erste Stelle zu setzen, mag ungewohnt sein. Man kann diese Sichtweise aber einüben und erlernen, bis sie so selbstverständlich wird wie Fahrrad fahren. Gefragt sind Einfühlungsvermögen, heitere Gelassenheit und das Verständnis, wann Menschen ihre selbstlose Seite zeigen – und welche Umstände ihren Egoismus zutage fördern. Wenn wir unseren Blick dafür schärfen, fällt es uns leichter zu erkennen, wann Großzügigkeit und wann gesunder Eigennutz angebracht sind. Die Angst, ausgenutzt zu werden, verschwindet allmählich, und mit dem Mut zu geben wächst ein Gefühl der Freiheit.

Solange das einzelne Individuum, Unternehmen, Völker und Nationen die eigenen Interessen auf Kosten des Wohls anderer verfolgen, wird es kaum möglich sein, stressfrei zu leben und die Lebensgrundlagen auf unserem Planeten zu schützen.

 

 

 

Stressfrei durch Holopathie

Optimierung des Energiesystems

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